Swim On! Keep Going! Wie kam es dazu, dass in mir die Idee wuchs, die unterschiedlichsten Kanäle der Welt zu durchschwimmen?
Ich habe, wie viele Kinder auch, einen Sport gesucht, der mir Spaß macht. Von Ballet bis Leichtathletik habe ich einiges ausprobiert.
Mit fünf Jahren besuchte ich meinen ersten Schwimmkurs und wusste sofort...das ist mein Sport!
Ich trainierte jeden Tag, an den Wochenenden schwamm ich Wettkämpfe und landete schließlich bei den Deutschen Meisterschaften.
Bei jedem Training, in jedem Wettkampf ging ich bis an meine Grenzen, das war ein tolles Gefühl.
Als mir mit 18 Jahren erneut ein Buch in die Hände fiel, das mich schon als Kind beeindruckt hatte, wurde mir klar, dass ich genau das schaffen wollte. Es handelt von einer eindrucksvollen Freiwasserschwimmerin, die den Ärmelkanal sowie viele weitere Kanäle auf der Welt durchschwommen hat. Ich beschloss, genau dieses Ziel zu erreichen und trainierte von dort an darauf los.
Schon kurz nach meiner Trainingsumstellung wollte ich ein erstes Ziel im Freiwasser versuchen. Ich meldete mich zur Bodensee-Breitenquerung an.
Ich schwamm in dem Tempo, das für mich auf der Distanz von ca 12 km gut durchzuhalten war. Und es klappte! Nach 2,5 Stunden kam ich am andere Ende des Sees an.
Somit war der erste Meilenstein für meine Karriere als Freiwasserschwimmerin gelegt.
Es gibt noch viele weitere Kanäle in dieser Welt, die auf mich warten.


NEWS

06.07.2017

Catalina Channel 2017

Nathalie Pohl erobert den Catalina Channel in Kalifornien

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Catalina Channel 2017 In der Nacht von Sonntag auf Montag, exakt um 23:24 Uhr (GMT-7), startete Nathalie Pohl am 18. Juni die Querung des Catalina Channel in Kalifornien (USA). Rund 33 Kilometer ist die Strecke zwischen Santa Catalina Island und Los Angeles lang. Mit einer herausragenden Zeit von 09:09:35 Stunden erreichte sie am 19. Juni um 08:33 Uhr (GMT-7) ihr Ziel Los Angeles. Damit ist Nathalie Pohl die erste Schwimmerin aus Deutschland und gleichzeitig die schnellste Europäerin überhaupt, die diese schwierige Passage erfolgreich und mit großem Mut bewältigt hat.

Der Weg zum Ziel war herausfordernd und durch das offene Meer kaum vorhersehbar. Bei pechschwarzer Nacht und ohne Sicht war die mentale und psychische Belastung besonders hoch. Catalina Island ist eine felsige Insel im Pazifik mit steil abfallenden Küsten. Nebel und starke Strömungen beherrschen oftmals das Meer. Auch wegen der Strömung und der Haie ist das Schwimmen nur bei Nacht sinnvoll. In dieser Nacht wurde Nathalie zeitweise von Delfinen begleitet, Schwärme von Quallen galt es zu durchqueren. Das stundenlange Schwimmen im Freiwasser stellt besondere Anforderungen an Extremsportler. Nur wer absolute Willensstärke zeigt und professionell vorbereitet ist, hat überhaupt eine Chance, diese Querung zu meistern. Die monatelange Vorbereitung hat sich damit mehr als gelohnt – der Catalina Channel gilt als äußerst schwierig. Aber Nathalie Pohl kann so schnell nichts stoppen. Sie sagt: „Es war ein harter Kampf mit dem Meer und mit meinem Körper. Ich habe nicht aufgegeben und mein Ziel erreicht. Das ist es, was für mich zählt.“

Täglich absolviert Nathalie Pohl vier bis sechs Trainingsstunden. Der Catalina Channel ist für sie bereits die dritte von insgesamt sieben Etappen auf dem Weg zu ihrem großen Vorhaben: den „Ocean's Seven“! Sie gelten – ähnlich wie die „Seven Summits“ beim Bergsteigen – als die sieben bedeutendsten Distanzen im Freiwasser und wurden erst 2009 ins Leben gerufen. Nur sechs Schwimmer weltweit haben diesen Kampf mit dem Meer bewältigt. Aus Deutschland hat das bisher noch kein Athlet erreicht. Nathalie Pohl ist auf dem besten Weg dorthin. Auch bei ihrer dritten Etappe wurde sie wieder von Adam Walker gecoacht. Im Jahr 2016 schwamm sie die Straße von Gibraltar mit Weltrekord sowie den Ärmelkanal mit deutschem Rekord.

Nathalie Pohl hat mehrfach gezeigt, wie mutig und willensstark sie ist: „Die größte Motivation für mich ist, zu erfahren, dass sich das harte Training auszahlt und ich das erreiche, was ich mir vornehme. Ich brauche ständig die Herausforderung! Das Freiwasser lässt sich nie vorhersehen und ist der große Reiz.“

Als nächstes Ziel steht 2018 die Tsugaru-Straße zwischen den Inseln Honshu und Hokkaido in Japan auf der Tagesordnung von Nathalie.

17.10.2016

Neuer Rekord - Beste Deutsche Schwimmerin am Ärmelkanal/September 2016

Kurz vor zwei Uhr morgens ging es los für Nathalie Pohl. Die 21-jährige Marburgerin startete am 21. September zur Ärmelkanalquerung, dem "Mount Everest" für Extremschwimmer.

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Neuer Rekord - Beste Deutsche Schwimmerin am Ärmelkanal/September 2016 Kurz vor zwei Uhr morgens ging es los für Nathalie Pohl. Die 21-jährige Marburgerin startete am 21. September zur Ärmelkanalquerung, dem "Mount Everest" für Extremschwimmer. Die ersten Stunden bis zum Sonnenaufgang brachte sie in absoluter Dunkelheit hinter sich - immer konzentriert auf das Ziel. Rund 34 Kilometer lagen zwischen dem Start in Dover (Großbritannien) und dem Ziel in Cap Gris Nez (Frankreich). Die niedrige Wassertemperatur verlangte der Sportlerin körperlich und mental Höchstleistungen ab. Erschwerend kam hinzu, dass Nathalie Pohl die letzten drei Stunden gegen die starke Strömung ankämpfen musste. Umso erfreulicher ist das erfolgreiche Ergebnis. Dem Wellengang und der enormen Belastung zum Trotz hat sie den Ärmelkanal mit der deutschen Bestzeit der Frauen in 11.10 Stunden durchschwommen - rund 30 Minuten schneller als der bisherige Rekord. Damit ist Nathalie Pohl zugleich die Viertschnellste aller deutschen Schwimmer, die diese Strecke bisher absolviert haben. Sie sagt: "Obwohl die Bedingungen nicht optimal waren, habe ich mein Ziel endlich erreicht. Als ich ankam habe ich gedacht: Das harte Training hat sich voll und ganz gelohnt. Das macht mich einfach nur glücklich". Bereits seit über zwei Jahren trainierte die ambitionierte Marburgerin auf diese Herausforderung hin. Im August 2015 war Nathalie Pohl schon einmal im Atlantik gestartet, musste aber kurz vor der französischen Grenze krankheitsbedingt abbrechen. Sie beschreibt: "Man glaubt, bestens vorbereitet zu sein. Aber am Tag des Schwimmens verändert sich im Freiwasser durch das Wetter einfach alles. Genau das, was für mich den Reiz ausmacht, hat mir damals einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich wollte es aber unbedingt nochmal versuchen und bin stolz, dass es jetzt geklappt hat". Eine Querung ist keinesfalls einfach. Nur etwa 20 Prozent der angemeldeten Schwimmer schaffen den Ärmelkanal dann auch tatsächlich. Adam Walker, britischer Extremschwimmer und einer von nur sechs Schwimmern weltweit, die die Langstrecken-Schwimmherausforderung Ocean's Seven gemeistert haben, unterstützte Nathalie Pohl vor Ort vom Boot aus. Denn die Vorbereitung für eine Querung war sehr komplex und bestand bei Nathalie Pohl aus durchschnittlich mindestens vier Stunden Training täglich. Neben vielen hundert Übungskilometern musste sich die Extremsportlerin gemeinsam mit ihrem Trainer Joshua Neuloh auch im Vorfeld im Training auf spezielle Situationen wie Nebel und Dunkelheit einstellen und ihre Ernährung anpassen. Dies ist wichtig, um während des Schwimmens genügend Energie für diese körperliche Belastung aufbringen zu können. Doch das war kein Hindernis für die Freiwasserschwimmerin, das hat sie nach der erfolgreichen Querung der Meerenge von Gibraltar auch im Ärmelkanalmehr als bewiesen.

06.06.2016

Neue Rekordzeit - Nathalie Pohl schwimmt als Beste im Dreiländerdreieck!

Neue Rekordzeit am Bodensee!

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Neue Rekordzeit - Nathalie Pohl schwimmt als Beste im Dreiländerdreieck! Neue Rekordzeit - Nathalie Pohl schwimmt die Strecke Lindau-Rorschach-Bregenz in nur 9 Stunden und 19 Minuten. Nathalie Pohl ist am 01. Juli 2016 eine erfolgreiche Dreiländerquerung geschwommen. Sie startete um 7:14 Uhr in Lindau am Deutschen Ufer, bei starkem Wind und Wellengang. Dieser ließ nach ca. 2 Stunden nach und sie konnte in einer sehr guten Zeit das Zwischenziel in Rorschach, am Schweizer Ufer erreichen. Diese 15 Kilometer lange Teilstrecke legte sie in 4 Stunden und 6 Minuten zurück. Um 11:20 Uhr stand sie dort trockenen Fußes an Land. Nach nur 34 Sekunden befand sie sich bereits auf der zweiten Etappe ins Österreichische Bregenz. Das Ziel dort erreichte sie um 16:33 Uhr und verbesserte somit den bisherigen Rekord um 3,5 Stunden, auf 9 Stunden und 19 Minuten.

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