Ärmelkanalquerung

30.08.2015

Über 11 Stunden im Wasser: Nathalie Pohls Versuch, den Ärmelkanal, zu durchqueren.

Der Ärmelkanal gilt mit einer Breite von 32 Kilometer als die „meistbefahrene Wasserstraße der Welt“. Am 30. August 2015 startete Nathalie den Versuch, diesen zu durchqueren, von Shakespeare Beach in Südengland bis zum Cap Gris Nez in Nordfrankreich.

Wetter, Wind und starke Strömungen, sowie ein Schiffsverkehr von fast 500 Schiffen täglich stellen Nathalie vor eine große Herausforderung. Um 8 Uhr ist es dann soweit: Nathalie steigt ins Wasser. Am Anfang läuft es gut. Nathalie kommt gut voran. „Natürlich war es windig und kalt, aber für den Ärmelkanal waren es gute Bedingungen“, sagt Trainer Joshua Neuloh. „In den ersten Stunden hat sogar die Sonne geschienen“, erinnert sich Nathalie, die sich Stunde um Stunde durch den Kanal schlägt. „Am Anfang denkt man noch viel nach, zählt die Atemzüge, schaut sich die Landschaft an oder die Schiffe, die an einem vorbeifahren. Aber irgendwann schwimmt man nur noch ohne nachzudenken.“Das Schwimmen fällt ihr zunehmend schwerer. „Ich habe die ganze Zeit die Boot-Abgase eingeatmet und immer mehr Salzwasser geschluckt. Hinzu kam, dass ich durch die Mandelentzündung immer noch geschwächt war“, berichtet Nathalie. Nach 11 Stunden und 35 Minuten bricht Joshua Neuloh die Querung schließlich ab. Sechs Kilometer vor der französischen Küste. Ihre Kanalquerung bereut Nathalie nicht. Im Gegenteil: „Es war die richtige Entscheidung und ich würde es immer wieder tun und werde es wieder tun.“